Kerstin Radomski Mit dem Bundesbeauftragten Roland Jahn und Pfarrer Windhövel von der Friedenskirche (links).

StaSi-Unterlagen - Zeugen des Unrechts

Hätten wir uns in der gleichen Situation anders verhalten? Diese Frage stellen wir uns vor allem dann, wenn wir auf die gesellschaftliche Dynamik in autoritären Regimen zurückblicken. Auf meine Initiative hin sprach der Bundesbeauftragte für die Unterlagenbehörde des Staatssicherheitsdienstes der DDR Roland Jahn in der Friedenskirche in Krefeld. Im Rahmen der regelmäßig von Pfarrer Michael Windhövel organisierten Reihe „Standpunkt“ widmete sich Herr Jahn dem Thema „Zwischen Anpassung und Widerspruch“. Er fesselte die rund 30 Zuhörer, indem er auch über ganz persönliche Erfahrungen berichtete, die er in der DDR machen musste.

Kerstin Radomski

Unsere parlamentarische Demokratie ist die größte Errungenschaft der Moderne. Ich bin dankbar, dass jede Bürgerin und jeder Bürger in Deutschland die Möglichkeit hat, sich für ein politisches Amt aufstellen zu lassen und sich mit seiner freien Meinung an politischen Entscheidungsprozessen beteiligen kann, ob auf kommunaler Ebene in den Gemeinde- und Stadträten, im Landtag, oder im Deutschen Bundestag. Es ist unglaublich wichtig, dass wir uns immer wieder vor Augen führen, welch unsäglichen Repressionen es in der deutschen Vergangenheit gegeben hat. Unsere Geschichte macht gesellschaftliche und politische Teilhabe zur Pflicht und einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, von der eigenen Stimme Gebrauch zu machen – nicht zuletzt bei Wahlen auf allen Ebenen.

Herzlichen Dank an Herrn Pfarrer Windhövel und die Friedenskirche, die mit großartigem Engagement regelmäßig kulturelle Veranstaltungen engagieren. Besonders gilt mein Dank Herrn Jahn für seinen Besuch in meinem Wahlkreis und die eindrücklichen Schilderungen persönlicher Erfahrungen und seiner Arbeit als Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR.